(Open Doors, Kelkheim) – „Das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können“, heißt es in Johannes 1,5 (NGÜ). Die Christen in Nordkorea hoffen darauf, dass Jesus sein Licht allen Menschen im Land offenbart. Jesus wiederum sagt seinen Nachfolgern: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein“ (Matthäus 5,14, LUT). Sein Licht wird durch die Gemeinde offenbar. Deshalb ist es so wichtig, dass wir weiter für unsere Brüder und Schwestern beten. Sie wollen allen Menschen im Land das Evangelium der Hoffnung bringen.

Am 13. Januar wird Open Doors den neuen Weltverfolgungsindex veröffentlichen. Seit 2002 belegt Nordkorea Platz 1 unter den Ländern, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben. In den Straflagern Nordkoreas müssen 50.000 – 70.000 Christen Zwangsarbeit leisten, viele werden gequält und getötet. Eine Christin, die bei ihrer Verhaftung ihren Glauben verschwiegen hatte und mehrere Jahre im Gefängnis und später im Umerziehungslager war, berichtet über Gottes Hilfe.

Mein Name ist Gefangene 42

„Mein richtiger Name war das Erste, was sie mir wegnahmen, als ich im Gefängnis ankam. Ich erhielt Einzelhaft, weil sie dachten, dass ich an Gott glaube. Jedoch ist es mein Großvater, der wirklich an Gott geglaubt hat. Sonntags sagte er mir oft, ich solle das Haus verlassen und draußen spielen. Ich verstand nicht warum und wollte auch nicht nach draußen, aber er zwang mich dazu.

Ich bin im Gefängnis, weil ich über die Grenze nach China geflohen bin, um dort Nahrung zu suchen. Dort traf ich auf Christen. Sie haben mich sehr berührt, sie erinnerten mich sehr an meinen Großvater. Sie sprachen nie wirklich über das Evangelium, aber ich nahm an ihren Gottesdiensten teil. Eines Nachts hatte ich einen Traum und sah meinen Großvater mit anderen Männern in einem Kreis sitzen. In der Mitte war eine Bibel, und alle beteten. In meinem Traum rief ich ihm zu: ‚Ich glaube auch!‘ Ich dachte immer, ich sei die Erste in meiner Familie, die Jesus nachfolgt, aber nun erkannte ich, dass ich aus einer christlichen Familie stamme.“

Im Gefängnis

Nach einem Jahr zweifelte sie, ob sie das Gefängnis überleben würde. Doch ihre Verbindung mit Gott hat ihr geholfen. Sie erzählt von ihren damaligen Gedanken. „Ich bin so allein hier. Ich kann nur beten. Und in meinem Herzen singen. Nicht laut. In meinen Gedanken singe ich ein Lied, das ich verfasst habe: ‚Mein Herz sehnt sich in diesem Gefängnis nach meinem Vater. Obwohl der Weg zur Wahrheit steil und schmal ist, wird sich eine strahlende Zukunft zeigen. […] Bitte beschütze mich in deiner Festung und unter deinem Schild. Nimm mich unter deine Fittiche des Friedens. Vater, deine Stimme vom Himmel her leite mich zu deinem Segen.‘“

Die „Gefangene 42“ ist inzwischen frei. Bitte beten Sie für unsere Brüder und Schwestern in Nordkorea, die noch in Gefangenschaft sind.

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